Das Smartphone ist unser täglicher Begleiter.  Warum damit also nicht auch unsere Foto bearbeiten?

Ich habe lange recherchiert, was der beste Weg ist, um die RAW (.ARW) Dateien meiner Sony a6000 & a7, auf den Handy zu entwickeln und bearbeiten.

Es gibt etliche Programme, mit denen man Fotos auf dem Smartphone entwickeln kann, aber nur wenige die sich mit dem Roh-Format verstehen.

Zum einem ist das die Lightroom Mobile App von Adobe, die aber nur RAW Files öffnet, wenn man Besitzer einer Lightroom Lizenz ist.

Dann gibt es noch die App „Photo Mate R3“ von TR Systems, welche mit knapp neun Euro ein sehr mächtiger RAW Entwickler & Browser ist. Und es gibt Snapseed, die uns Google für lau zur Verfügung stellt (Ja, damit kann man RAW’s entwickeln).

Hier zeige ich euch nun meinen Workflow, wenn ich meine Fotos am Handy bearbeite.

Die Dateien aufs Handy bekommen

Zuerst müssen wir die Bilder mal auf das Handy bekommen. Auch wenn es mit der Playmemories App, die Möglichkeit gibt, Fotos von der Kamera aufs Telefon zu kopieren, kann man damit leider nur die JPG Dateien kopieren, nicht aber die RAW Files. Ich verwende einen USB Kabel mit einen USB OTG Adapter. So habe ich einen Micro USB nach Micro USB OTG Kabel.

An der Kamera stelle ich den USB-Modus „MTP“ ein.

Sobald ich die eingeschaltete Kamera anschließe, öffnet sich das Dialog Fenster „App für das USB-Gerät auswählen“

Hier wähle ich das Programm „Photo Mate R3“, Damit kann ich die RAW’s (oder auch JPG’s) importieren

Als erstes wähle ich das geeignete Verzeichnis und gehe dann auch importieren. Dann bekomme ich eine Auswahl der Bilder, welche auf der Kamera gespeichert sind. Hier kann ich die Bilder auswählen, welche ich bearbeiten will.

Nach dem Import öffnet sich die Vorschau von Photo Mate R3. Von da aus kann ich das Bild entweder sofort im Programm entwickeln, oder eben mit Snapseed öffnen (Freigeben).

Einmal in Snapseed geladen, können wir das RAW nun entwickeln

Nach der Entwicklung kann ich das Bild nun weiter bearbeiten mit verschiedensten Modi.

Ich verwende meist zuerst die „Feinabstimmung“. Damit hat man die Möglichkeit, die Lichter, Schatten, Sättigung usw an zu passen. Dann werden Flecke und Ungewolltes mit den Tool „Reparieren“ entfernt. Weiters nutze ich gerne die selektive Anpassung, mit der es möglich ist, einzelne Bereiche nochmals anzupassen. Am Ende kann man noch nach Belieben einen Effekt-Filter drüber ziehen.

Wenn ich soweit zufrieden bin, gehe ich auf „Fertig“ und finde das Foto dann im Speicher unter den Ordner „Snapseed“. Hier nun einige vorher und nachher Bilder:

Fazit

Ich bin mit Snapseed soweit sehr zufrieden, wenn es darum geht, mal eben unterwegs, oder auch nur auf der Couch am Handy, oder Tablet die eigenen RAW’w zu entwickeln und bearbeiten. Was dem Programm noch fehlt ist zB. eine Rauschreduzierung, die Möglichkeit ein Objektivprofil zu verwenden, oder auch nur lediglich CA’s zu entfernen udn vor allem, das direkte Öffnen von RAW-Files. Aber man kann ja viele Wege auch über Photo Mate R3 machen